RKW-Kompetenzzentrum

 

Analyse: Kreativitäts- und Innovationsklima

Ob erfolgreiche kreative Problemlöseprozesse möglich werden, hängt entscheidend von den Rahmenbedingungen, der Arbeitsatmosphäre ab. Kreativität am Arbeitsplatz wird begünstigt durch eine Reihe von kreativitätsfördernden und –stimulierenden Bedingungen. Zum Zweck einer Schwachstellenanalyse lassen sich diese durch eine Mitarbeiterbefragung erfassen.

An der Universität Frankfurt wurden mehrere Varianten eines Fragebogens KIK entwickelt, um kreativitätsfördernde Bedingungen zu erfassen, und zwar in Betrieben und Verwaltungen, in Schulen und Kindergärten. KIK steht für Kreativitäts- und Innovationsfreundliches Klima.

Beispiele von Aussagen des Fragebogens für die vier erfassten Klimaaspekte finden sich im folgenden Kasten. Die Befragten sollen auf einer fünfstufigen Skala angeben, inwieweit die einzelnen Aussagen für ihren Betrieb zutreffend sind. Die ausführliche KIK-Version umfasst 74 Aussagen, die Kurzversion beinhaltet 32 Aussagen.

1. Anregung und Aktivierung

  • Ich empfinde die Ausstattung meines Arbeitsplatzes als ansprechend und anregend.
  • Wir bekommen viele interessante Anregungen durch unsere Vorgesetzten.
     

2. Zielgerichtete Motivierung

  • Meine Arbeit empfinde ich als persönliche Bereicherung
  • Mit meiner Arbeit leiste ich einen wichtigen Beitrag zum Betriebserfolg.
     

3. Offene und vertrauensvolle Atmosphäre

  • Wenn man mit etwas unzufrieden ist, kann man hier mit den Vorgesetzten ganz offen darüber reden.
  • Wir können Kollegen/ Kolleginnen um Rat bitten, ohne dass uns das bei nächster Gelegenheit als Unfähigkeit angekreidet wird.
     

4. Freiräume und Förderung von Unabhängigkeit

  • Wir können eigenständig Veränderungen im Arbeitsablauf einführen.
  • Wir werden häufig aufgefordert, eigene Vorschläge zu entwickeln.


Mit diesem Fragebogen lassen sich Schwachstellen ermitteln und Anregungen für die Verbesserung der Lern- und Arbeitsumgebung ableiten. Der Fragebogen KIK-B für Mitarbeiter und Vorgesetzte in Betrieben und anderen Organisationen wurde in überbetrieblichen Fortbildungsgruppen und in zahlreichen Organisationen eingesetzt. Empirische Befunde sprechen für die Angemessenheit und Nützlichkeit des Verfahrens.
 

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