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Integration neuer Mitarbeiter

Die Vorfreude und Motivation auf einen neuen Arbeitsplatz finden häufig ein jähes Ende, wenn sich am Anfang viele Probleme auftürmen: Niemand stellt den neuen Kollegen vor, ihm fehlt der Computer, und der Zimmernachbar fühlt sich überrumpelt, weil er sein "Reich" plötzlich teilen muss.

Bei GSD – einem Systemhaus für integrierte IT-Lösungen in Krankenhäusern - hat man sich einiges überlegt, um "Fehlstarts" von neuen Beschäftigten zu vermeiden. Der erste Arbeitstag bei GSD beginnt immer damit, dass die neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von der Geschäftsführung in einer Gesprächsrunde begrüßt und mit der GSD-Unternehmenskultur vertraut gemacht werden.

Ein erfahrener Pate hilft, möglichst schnell, in 30 bis 100 Tagen, Brücken in den neuen Job zu finden. Ein Einarbeitungsplan wird gemeinsam erarbeitet. In- und externe Schulungen und Hinweise zum Selbststudium helfen, den Anforderungen gerecht werden zu können.

Damit es schnell losgehen kann, hat GSD vor dem ersten Arbeitstag bereits die eigenen Hausarbeiten erledigt: Der Arbeitsplatz ist vollständig eingerichtet, auch Handy und Visitenkarten liegen bereit.

  1. In der ersten Phase schauen die Neuen ihren Paten über die Schulter und lernen so die Arbeit im Projekt kennen.
  2. In Phase zwei folgt das eigene Projekt, der Pate ist nur noch Coach.
  3. Phase drei besteht aus einer selbständigen Projektorganisation, bei der sich der neue Mitarbeiter die benötigte Unterstützung selbst organisiert.
     

Die Vorgesetzten haben in der Einarbeitungszeit immer ein Auge auf den Neuen. In der ersten Woche findet ein Begrüßungsgespräch mit dem Geschäftsbereichsleiter statt, in dem u. a. die Bereichs- und Unternehmensziele dargestellt werden. Innerhalb der ersten 6 Monate finden zwei Feedback-Gespräche statt, in denen der Einarbeitungserfolg, aber auch das Wohlbefinden am neuen Arbeitsplatz besprochen werden.

Damit letzteres nicht zu kurz kommt, finden regelmäßig Events für neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter statt, bei denen z. B. zu einer Stadtrundfahrt mit gemeinsamem Abendessen eingeladen wird.

Ergebnisse

  • Eine starke Identifikation mit der geleisteten Arbeit erfolgte.
  • Das Bewusstsein der gemeinsamen, lösungsorientierten Mentalität wird stark gefördert.
  • Die Einarbeitung ist ressourcen- und zielorientiert und liefert praxisnahe Unterstützung.
     

Erfolgsfaktoren

  • erfahrene Führungskräfte und Mitarbeiter als Paten 
  • hoher Teamgeist
     

Februar 2005 - Zum dritten Mal in Folge wählten die GSD Mitarbeiter ihr Unternehmen auch 2005 wieder unter die besten 50 Arbeitgeber Deutschlands.
 

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Autor

Dr.-Ing. Kathrin Thurau
Thurau.Kathrin(at)baua.bund.de

Das Beispiel ist der Datenbank Gute Praxis entnommen, der Initiative Neue Qualität der Arbeit

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